I’m Christian, unless you’re gay oder Die Kraft des Storytelling
Dan Pearce, Single Dad Laughing hat im November letzten Jahres eine Geschichte über Homosexualität und Christentum geschrieben “Ich bin christlich, es sei denn, du bist schwul”(englisch). Doch es ist nicht nur der exzellente Artikel, der mich so bewegte, sondern die zutiefst emotionalen Geschichten, welche durch diesen Artikel ausgelöst wurden. Diese Geschichten waren Berichte realer Veränderungen, welche durch einen erzählerischen Blogpost ausgelöst wurden. Reale Veränderungen von sich für zutiefst gläubig verstehende Christen, denen ihre Homophobie im Namen eines unverstandenen Christentums und die zerstörerischen Folgen dieser Homophobie für ihre Familien, die hasserfüllten Verhältnisse zu ihren homosexuellen Kindern plötzlich bewusst wurde. Solche Berichte zeigen die Wirkung von Geschichten, sie lösen nicht nur Geschichten aus, sondern auch wirkliche Veränderungen. StoryWay at its Best.
Open Learning – Crowdlearning
Auf der Re:publica 2012 ist das Thema “Open Learning” breit diskutiert worden. Dabei standen Kooperation und Storytelling im Mittelpunkt. Auch die direkte Produktion von e-books und Paperbooks aus der kooperativen Arbeit heraus ist hochinteressant.
Ich finde besonders interessant, welchen Stellenwert das Storytelling bekommen hat und ich finde interessant, dass der Gedanke des Crowdlearnings offensichtlich noch nicht komplex angedacht wurde. Da gibt es also noch Möglichkeiten.
Auf smart-digits stellt Fabian Kern die Diskussionen vor.
Lyotard zu Philosophie und Narratologie
“It remains to be said that the author of the report is a philosopher, not an expert. The latter knows what he knows and what he does not know: the former does not. One concludes, the other questions—two very different language games.” (Lyotard, Jean-Francois: The Postmodern Condition: A Report on Knowledge. S. xxv)
Der Experte weiss, was er weiss und was er nicht weiss, er schlussfolgert. Der Philosoph weiss weder was er weiss noch was er nicht weiss, der Philosoph fragt. Das sind zwei unterschiedliche Sprachspiele.
Philosophen allerdings wissen, dass sie etwas nicht wissen, Experten kennen das Wissen, wissen aber nicht unbedingt um das Ausmaß der Wahrheit ihres Wissens, ihnen reicht die Annahme, die Erfahrung, der Glaube als Beleg.
Deshalb kann ein Philosoph nie gläubig sein, ein Experte schon.
Ganzheitlicher Ansatz von StoryWay
Das ist so ungefähr der Ansatz von StoryWay. Gedacht ist ein ganzheitlicher Prozess, der sich in Beratungsqualität ausdrückt.
Publizieren – Finden – Vergessen
Ich versuche hier mal einen kleinen Überblick und Ausblick auf die Internet-Entwicklung zusammenzufassen:
Schaut man sich die Stadien der Entwicklung des Internet an, so finden wir, dass es zuerst darum ging, zu
- Publizieren, also ungehemmt Informationen in einem nichthierarchischen Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Das funktionierte mit der Entwicklung der Hypertext Markup Language (HTML) auf eine bisher nie dagewesene Weise. Mit HTML wurde realisiert, was mit dem “Programmierten Lernen” angestrebt wurde. Damals wurden Bücher entwickelt, welche Sprungmarken zu anderen Kapiteln enthielten, je nach dem wie Fragen am Ende eines Abschnittes beantwortet wurden. Mit der Entwicklung des Web 2.0, des nutzergenerierten Contents explodierte die Menge an Informationen, welche auf Servern im Netz zur Verfügung stand. Die Problemsituation verschob sich von der Bereitstellung von Informationen zum Weiterlesen →
Ratschläge
“Höre Dir jeden Ratschlag an und vergiss ihn sofort wieder. Das Wichtige bleibt im Hinterkopf hängen und setzt sich gedanklich wie von alleine durch.” Michael Dreusicke von PAUX http://goo.gl/ZVHFb
DRM, Nom-du-Père und die Piraterie im WEB
Die Diskussion um DRM (Digital Rights Management), Diebstahl geistigen Eigentums und Piraterie im Internet vernachlässigt meiner Meinung nach einige Feinheiten.
Softwareprodukte wie auch e-books und digitale aufgezeichnete Musik haben die besondere Eigenschaft, dass sie nur als Kopie existieren. Es gibt keine Unikate. Deswegen kann diese Art von Produkt nicht gestohlen werden. Eine Aneigung ist keine Wegnahme. Die Kopie hat in der Regel den selben Wert wie jede andere Kopie. Die Rückführung dieser Eigenschaften durch DRM oder plattformspezifische Bindungen auf die Eigenschaften von Hardware wird von den Nutzern als eine Verstümmelung von Möglichkeiten, als Beschränkung empfunden.
The Magic of “What Happens Next?”/ Die Magie des “Und dann?”
The first lesson I received from my teachers about the art of storytelling was to never write “And then…” when describing a sequence of events. But, as somebody once said:
“One good slogan can prevent thinking for centuries…”
So this lesson I had learned from my teachers proved to be wrong. I realized, (almost too late) that: “What Happens Next?” is in reality the core of storytelling.
My teachers intentions were good, but he or she (I don’t remember) had prevented me from storytelling. Not realizing the effect their words would have on future generations, the constant comparisons with “Great Poets” opinions on storytelling also have the ability to destroy talent. So it happened that I myself learned the greatest lessons about storytelling from ‘trivial’ literature. I had discovered that the best writers wrote not because of, but contrary to the influence of teachers.
Events form a chain, and this sequence of events, this chain of cause and effect, is the structure of the story. The story does not have to be a good one. The events in the chain of cause and effect don’t even have to be connected or logical. But if you’re telling of these events causes your audience to ask “What Happens Next”, you are telling a good story.
Look at Kermit the Frog and his “What Happens Next Machine”: The expected chain of events produces the suspense every story needs. The happening of the unexpected produces the joke.
(dasselbe in deutsch)
Die erste Lektion über das Geschichtenerzählen, welche ich von meinen Lehrern empfing, war: Schreibe nie: “Und dann …”. Aber, wie jemand sagte:
“Ein guter Slogan kann das Denken für Jahrhunderte aufhalten.”
So, auch diese Lehre war also falsch. Mir wurde klar, sehr spät, dass dieses “Was kommt als Nächstes?” nichts anderes ist als der Kern des Erzählens.
