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Geheimnis und Nichtstun

Mittwoch, 21. Januar 2009 | Autor: Bernd Floßmann

Das Nichtstun und das Geheimnis sehen nach ihrer Oberfläche gleich aus. Oft erweist es sich, dass sich hinter Türen, die mit grossem Aufwand und unter grossen Opfern eingerannt werden, nichts befindet.
Es ist eine Kunst unter Angestellten und Vorgesetzten, unter Regierungen und unter Geschäftsleuten, den Schein eines Tuns oder ein Geheimnis zu wahren.
Das geschieht so lange, bis das Geheimnis und die Scheinproduktion das Wesen der Tätigkeit ausfüllen. Das nennt man dann Bürokratie oder innere Sicherheit und wird selbst wieder anstrengend.
Natürlich stellt sich die Frage, ob nicht mit derselben Anstrengung einfach nur wirklich gearbeitet werden könnte und Nützliches geschaffen? Und das ist eine Frage nach der Kompetenz (Wollen, Können, Dürfen) …
Deswegen ist auch der Witz mit dem Beamtenmikado (Wer sich als erster bewegt, hat verloren) falsch. Beamte bewegen sich IMMER, sie verändern nur nicht immer was.
Das muss nicht schlecht sein, weil wer nichts tut, riskiert auch weniger, etwas falsch zu machen.
(Beim Lesen von Luhmann/ Fuchs)

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