Sie wollen nur unser Bestes
Samstag, 17. Januar 2009 | Autor: Bernd Floßmann
Attac zur Finanzmarktkrise:
Aber was ist schon Geld…
Es ist schon bezeichnend, dass über genau diese wenigen Sätze in der Öffentlichkeit der Presse NICHT gesprochen wird.
Die so genannte Finanzmarktkrise ist ein Zeichen dafür, dass das Flussmittel, das Blut der Wirtschaft nur eine Rechengrösse oder schlimmstenfalls ein Fetisch ist und keinesfalls irgend etwas mit dem wirklichen Wert von Dingen, Sachverhalten oder Leistungen zu tun hat. In welcher Proportion Geldmengen Werte repräsentieren ist äusserst relativ. Es gibt keine Finanzmarktkrise, sondern nur einen nicht mehr zu vertuschenden Beleg dafür, dass Banken und Finanzmakler und so weiter schlicht inkompetent sind. Deswegen tragen sie ja auch Krawatten. Businesskleidung heisst wahrscheinlich: “Ich bin genauso inkompetent wie du, lasst uns zusammen betrügen arbeiten”.
Alles wirklich Gute in der Welt ist sowieso nicht mit Geld zu bezahlen.
Das ist eine Redensart, aber jede/r kann ja mal selbst nachprüfen, wofür er oder sie in der letzten Zeit Geld ausgegeben oder bekommen hat, und was davon wirklich gut war.
Also, sie bekommen nicht unser Bestes, sie bekommen nur unser Geld, obwohl sie damit nicht umgehen können.
Aber auch der “grösste Ökonom” der Weltgeschichte, Karl Marx, konnte bekanntlich mit Geld nicht umgehen.
Warum wir aber den Banken vertrauen? Vertrauen wir ihnen oder werden wir gezwungen, unsere Geldgeschäfte über sie abzuwickeln, so wie viele Unternehmen gezwungen werden, Steuerberater zu beschäftigen, obwohl meine Erfahrung zeigt, dass diese in der Mehrzahl inkompetent und mitunter gar betrügerisch sind? Haben wir denn eine freie Wahl zwischen Alternativen? Auch die Dame im Film unterschreibt schliesslich, obwohl sie sieht dass die “Banker” ihre Hosen längst runter gelassen haben.
Wer jetzt glaubt, das das etwas mit der Herrschaft des Finanzkapitals zu tun hat, ja aber ihr habt ja selbst ein Gehirn zum Denken …


