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Achtung

Samstag, 25. Oktober 2008 | Autor: Bernd Floßmann

Verachtung findet sich sowohl von oben nach unten (davon zeugen Beschimpfungen wie: Proll, Pöbel, Plebs) als auch von unten nach oben (davon zeugen Beschimpfungen wie: arrogant, eingebildet, Grössenwahn, hat keine Ahnung und spielt den Herrn).

Die Hoch- oder Ver-achtung als wesentliches Element der Statusabwägung, damit als Element der sozialen Organisation wirkt von unten nach oben wie von oben nach unten, ist also mehr eine Achtungszuweisung oder Statuszuweisung.

In kultivierter Form als Statuszuweisung ist sie organisierend, in unkultivierter Form als Rassismus oder Geburtsadel (unabänderliche Statuszuweisung) ist sie in ihren Extremform, besonders wenn die Ebene der sozialen Organisation verlassen wird, destabilisierend.

Das Merkmal ist, wenn die Achtung nicht mehr an Fähigkeiten (Mut, Intelligenz, Geschicklichkeit) sondern an Zusammenhänge (Geburt, Heimat, Alter) geknüpft wird, die dem Individuum keine Chance lassen, ihr Achtungsgebiet zu verlassen.

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