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Liebe

Sonntag, 19. Oktober 2008 | Autor: Bernd Floßmann

Es ist schon eine komische Sache mit der Partnerschaft. Irgendwie hat es der Mensch bei seinen Geliebten mehr mit deren alltäglich-menschlichen Seiten zu tun als mit deren göttlich-besonderen. Aber verliebt hat er oder sie sich doch damals in das Scheinen des Göttlichen. “Nur in der Liebe ist man eins mit dem Objekt, es beherrscht nicht und wird nicht beherrscht … Jene Vereinigung kann man Vereinigung des Subjekts und Objekts, der Freiheit und Natur, des Wirklichen und Möglichen nennen.” Das sagt Hegel. Der Alltag bietet uns aber allzu oft den Kampf der Subjekte, die Angst vor der Objektivierung und den Ausdruck des Subjektes – das persönliche Interesse, welches sich über das Interesse der Anderen stellt. Die Liebe ist immer auch Opfer, Hingabe, Weggabe und nur wenn es ein Opfer an ein liebendes Wesen ist, ist es ein Gewinn. Das nennt man dann gegenseitige oder wahre Liebe.
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