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Verurteilung und Verdrängung

Sonntag, 17. Februar 2008 | Autor: Bernd Floßmann

“Die Verurteilung ist der intellektuelle Ersatz der Verdrängung … Vermittels des Verneinungssymbols macht sich das Denken von den Einschränkungen der Verdrängung frei und bereichert sich um Inhalte, deren es für seine Leistung nicht entbehren kann” (Freud, Sigmund: Die Verneinung (1925). In: Sigmund Freud. Essays III. Berlin 1988. S.128)

Jede Bestimmung ist eine Negation, finden wir bei Spinoza, dessen Hauptleistung genau im Gegenteil dessen bestand als was er leisten wollte.

Wenn wir von Menschen verurteilt werden, erfahren wir etwas darüber, was diese Menschen verdrängen. “Du sollst nicht …” wird damit nur all zu schnell “ich würde gerne … aber ich traue mich nicht, und deshalb sollen auch die Anderen nicht …”

Dass die Beschneidung junger Mädchen vor allem von alten Frauen tradiert und durchgesetzt wird ist ein Ausdruck für dieses Phänomen. Ich habe keine Freude am Sex, also sollst auch du keine haben!

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