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Schönes

Montag, 14. Januar 2008 | Autor: Bernd Floßmann

“Die Erfahrung des Schönen zeigt, dass wir in die Welt passen.” (Immanuel Kant) 

Dieser Satz beschreibt einen Fakt oder einen Sachverhalt. Die Tatsache, dass das Subjekt “wir” eine regelmässige (nicht zufällige oder singuläre) Erfahrung erlebt IST einfach da, sie geschieht, wenn sich Subjekte aktiv Objekten aussetzen und es gibt eine vergleichbare Erfahrung beim Naturschönen, also einem Verhalten zur Welt die sich als ästhetisches Objekt offenbart. Das Subjekt erlebt diese Erfahrung (passiv) oder macht diese Erfahrung (aktiv) also sowohl bei Objekten die da sind, das Da-Sein ausmachen, also durch die Wahrnehmung gegeben sind (Naturschönes) als auch bei Objekten, die Resultate des Einwirkens von Subjekten auf diese Objekte sind (Kunstschönes). Diese Erfahrung der Identität, der Ähnlichkeit, gar der Vereinigung ist mystisch, aber nicht transzendental, weil unmittelbar in der Wahrnehmung gegeben. Es ist also ein “Passen” in die Welt, das wir erfahren, ein “nicht-mehr-allein-sein”, dagegen ein “All-Ein-Sein” und diese Erfahrung ist was wir (nach Kant) einen oder gar den ästhetischen Genuss nennen. Genau dieses Gefühl der Identität mit der Welt im ästhetischen Erleben des Schönen wird durch Hölderlin und Schelling als der Punkt in der Welt erfaßt, von dem aus sich diese Welt erst begreifen und dann aus den Angeln heben lässt.

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