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Weg und Ziel

Montag, 26. März 2007 | Autor: Bernd Floßmann

Der Weg ist als die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten immer eine Krumme, manchmal sogar eine Spirale, niemals aber, ausser in der gedanklichen und populären Abstraktion – eine Gerade.

Logo Mein Logo illustriert meine Grundhaltung, dass mich der Weg mehr interessiert als das Ziel.

Der Weg ist das Symbol der Tat als ständiges Tun, also auch des Nichtwiderstehns gegen den Sog des Fremden, ist also ebenso auch Nicht-Tun, Treiben, im Fluss sein.
Eine Tat kann sein, etwas zu tun, aber auch etwas geschehen zu lassen.

Der Weg ist kein Objekt, welches ich benutze, der Weg ist, was entsteht, wenn ich gehe.

Ein Zen-Mönch soll dazu gesagt haben:

Du wirst den Weg nicht finden, wenn du nicht selbst zum Weg wirst.

So sagt auch Epikur: “Gebe auch nur einem Atom* die Freiheit, ein Weniges von seiner Bahn (die von Demokrit als senkrechter Fall gedacht war) abzuweichen, und eine Welt wird entstehen.”

Diese Spezifik der Einheit von Notwendigkeit und Zufall ist neulich auch in einem wissenschaftlichen Experiment sichtbar geworden.

* Bemerkenswert ist hier, dass “Atom” das (neu-) griechische Wort für Einzelmensch ist, dasjenige, welches im Lateinischen “Individuum” – Unteilbares heißt,und in der modernen Philosophie immer mehr mit dem Wort “Subjekt” bezeichnet wird

Ohne Ziele habe ich keinen Mut, schwierige Wege zu gehen, aber ohne dass ich einen Fuss vor die Tür setze, werde ich gar kein Ziel realisieren können.
Und, wie ”’J. R. R. Tolkien”’ Bilbo im “Herrn der Ringe” sagen lässt:

“Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus der Tür zu treten. Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpaßt, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen”
Dazu gibts auch ein schönes Lied:

Bilbo’s Lied

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