Musik

Musik im Unterricht, sofern es kein Musikunterricht ist oder direkt demonstrativen Zwecken dient, wird eher unterschätzt. Auch die Reduzierung auf Hintergrundgedudel ist nicht für jeden Menschen geeignet. „Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden“ sagt Wilhelm Busch nicht zu Unrecht. Die Grundregel bei Musik ist: Sie muss allen Anwesenden gefallen, oder wenigstens von allen toleriert werden. Ausnahmen sind natürlich alle Fälle, in denen Musik gespielt wird, um nicht zugefallen, sondern Widerstand zu erregen. Solch ein Geräusch ist zum Beispiel die Pausenklingel oder die, heute völlig unbekannte, Werkssirene.

Sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von Musik sind:

  • Begleitmusik bei der Phantasiereise, der Meditation oder der Entspannung. Dafür wird spezielle Musik angeboten, es ist aber auch Barockmusik in Largo-Geschwindigkeit geeignet,
  • Musik zum Tanzen und Springen in einer ausgelassenen Phase des Energieaufbaus zwischen den Lerneinheiten,
  • Musik zur Strukturierung des Tages: Eröffnung, Pausen, Beginn der Arbeit, Abschluss,
  • Musik zur Belohnung: Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich was wünschen, wird von allen andächtig gehört (und nicht nur angespielt, wie oft üblich),
  • Musik zu Riten, erhabene Musik (Grave) etwa bei der Übergabe der Zertifikate oder bei der Würdigung von Leistungen. Dabei darf es durchaus theatralisch und rührend zugehen.

Selbst erzeugte Musik, der Einsatz von Instrumenten, wie Trommeln, Rasseln, Klangschalen, Zimbeln, Klavier oder elektronische Musik ist immer vorzuziehen.

16. August 2011 von bernd
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